bau

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Fundamentalistische Wandarbeit von Angela Grasser
Die kchg (keine characters galerie) im Wendel ist normalerweise Ausstellungsort
für „grafik die von da wo sie einmal ist nicht wieder weggeht“, gemeint ist die
typografie-basierte Form von Graffiti.
Vom 22. 3. bis zum 30.6. wird hier eine großflächige Wandarbeit der Zeichnerin
Angela Grasser zu sehen sein.
Die Durchstreichung im Titel bau bricht das positive Wortversprechen:
Die zeichnerische Arbeit versteht sich gewissermaßen als Zeitmuster, sie entsteht
und besteht aus dem rhythmischen Aneinanderreihen und Aufeinandertürmen
ihrer linearen Bausteine, sie kann als monumentales Gesamtgefüge erscheinen
und gleichzeitig als der vorgezeichnete Zusammenbruch. Es gibt nicht-gezeichnete
Linien, die den konstruktiven Charakter unterlaufen und die Destruktion eines
vermeintlich stabilen Systems vorwegnehmen.
Im Wesentlichen markiert diese Wandarbeit die Negativform, die unbenannte
Fläche, von der sich die Dinge gewöhnlich abheben und hervortreten, auf der
möglicherweise Kunst präsentiert wird, und – das sei im Kontext des Wendel
hervorgehoben – ohne die es keine Grafik gäbe, „die von da wo sie einmal ist
nicht wieder weggeht“.

bau
23. März bis 30. Juni
Eröffnung am 22. März um 21 Uhr
mit einem Stück Mauermusik, gespielt von Angela Grasser am No-Input-Mixer.

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ABWEICHENDE LINIE

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eine geschichte zwischen U kottbusser tor und U warschauer strasse, die abweichend verläuft.
collaborativ geschrieben in täglich bis zu 140 zeichen vom 7.juli bis zum 24 august 2011. von

^^jutta franzen °°angela grasser
^^Der Ticketverkäufer wünscht V. einen schönen Tag. Sie hofft, dass er sich nicht an sie erinnern wird, wenn man ihn fragen sollte.07.Juli 20:10:05 23 °° also, ich fang dann auch mal an.07.Juli 2011
^^Die Türen gehen auf und Menschen, deren Gesichter V. nicht anblickt, laufen eilig davon. Niemand folgt ihr. V. steigt rasch ein.08.Juli 2011 13:34:06 °° der bau ist eine graue woge, hat einen namen und zwei augen: es sind meine.08 Juli 2011
^^Ihre Hände umklammern die klebrige Stange und V. denkt erschrocken, meine Fingerabdrücke. Dann lächelt sie, welch ein Unsinn.09.Juli 2011 °° 2 kucklöcher in der 6. etage eines baus, den ein kopfüber errungener schriftzug betitelt: bonjour tristesse.09 Juli 2011
^^Die Häuserfronten flackern zwischen den Brandenburger Toren, die wie ein Gitter die Scheiben zerteilen. V. versucht hindurch zu starren.10.Juli 2011 °° „achtung, jetzt kommt das vogerl raus!“ bremslicht, bremslicht, bremslicht10 Juli 2011°° ich schau der u-bahn in die augen, sie lächelt nicht, legt sich in die kurve und fährt voll ab dorthin, wo’s lang geht.10 Juli 2011
^^Bewegt sich der Raum, der unter ihren Füßen rüttelt, oder rast die Welt dort draußen weiter; während V. erstarrt.und nur an D. denkt?!11.Juli 2011 °° backsteingetürmel, gesimsel und gezinnel: ritterburgenbrücke, über die eine hochbahn fährt, die u-bahn heisst. krass.11 Juli 2011

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Terminator

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Terminator | 16.07 – 22.08.2010
Angela Grasser
Die Zeichnerin Angela Grasser hat im Projektraum super bien!, Gewächshaus für zeitgenössische Kunst ein willkommmenes Format für ihr schon seit längerer Zeit und in verschiedenen Räumen und Zusammenhängen strapaziertes Bausteinmuster gefunden. Die Bausteinzeichnung ist wie Schrift zu verstehen, die die Zeit ihres Herstellens (brick by brick) mitschreibt, als Metapher des Prozessualen und Konstruktiven.

Und dieses Prinzip trifft hier auf den Fertigbau, in idealtypischer Form eines Gebäudes aus Plexiglas. „Terminator“ (von lat. terminatus, beendet, begrenzt) bedeutet im wissenschaftlichen Kontext den Stillstand oder Endpunkt eines Prozesses. super bien! wird zur Ikone für das Ende des Herstellens, zum Standbild des Stillstands. super bien! ist in der Zeit vom 16.07 – 22.08. der Terminator.

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http://www.superbien.de/grasser_engl.html

DIE WELT DER BILDER

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Im Todesmonat März freuen wir uns auf eine Raumintervention, die das Gerippe des Kulturpalasts offen legt. Radikal einfach und ein Dienst am Raum. Wir freuen uns auf:

Angela Grasser
*Die Welt der Bilder
Wandarbeit

Eröffnung: Freitag, 26.März 2010 um 20 Uhr
mit Andreas Stoiber und Robotermusik  (→ Videolink)
Finissage: Sonntag, 11.April 2010
Ausstellung vom 27.03.10 bis 11.04.10
geöffnet Sa/So von 16-20 Uhr und nach Vereinbarung

Die Welt der Bilder ist keine Ausstellung. Es gibt nix zu sehen was nicht vorher da war. Es ist keine Illusion zu erwarten, kein Zauber, keine Vortäuschung falscher Tatsachen. Es wird nichts behauptet und nichts ausgeschlossen.

Die Welt der Bilder zeigt den Platz zwischen den Bildern. Angela Grasser bezeichnet die Wände des Kulturpalasts mit einem Bausteinmuster dort, wo die Bilder nicht sind. Mit schwarzer 5 mm Linie legt sie die Grundstruktur des Mauerwerks offen. In direkter Umkehrung einer Schönheitsoperation zeigt sie den Rohbau des Kulturpalasts als Rückrat für alle denkbaren Täuschungen und Ausstellungssituationen.
Der allumfassend aufgeladene Titel steht im Kontrast zur einfachen, knochentrockenen Wandzeichnung und ist das Bindeglied zwischen Angela Grassers Raumintervention und der Versprechung  jeder Ausstellung.

Was Angela Grassers Wandarbeit aber sichtbar macht, ist der Zeit-Takt der Bausteinkonstruktion. Linie für Linie wird ein (negatives) Gebäude aufgebaut. Das zeichnerische Bauwerk entspricht in seiner Negativität allenfalls dem radikalen konzeptionellen Ansatz des Kulturpalasts zwischen schillerndem Namen, Internationalität und Bestandsaufnahme der vorgefundenen Realbanalität.

Weiterführend wird in ihrem Video “brick by brick” der Zeitaspekt der Zeichnung mit dem Verschwinden der Linien formuliert. Zur Einweihung des Rohkunstbaus laden wir hiermit ein. Zur Eröffnung gibt es ab 20.30h ein Roboterkonzert mit Andreas Stoiber und Angela Grasser: Krach der Roboter unter der Palastkuppel.

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http://kulturpalastwedding.wordpress.com/2010/03/26/die-welt-der-bilder/

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