ABWEICHENDE LINIE

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eine geschichte zwischen U kottbusser tor und U warschauer strasse, die abweichend verläuft.
collaborativ geschrieben in täglich bis zu 140 zeichen vom 7.juli bis zum 24 august 2011. von

^^jutta franzen °°angela grasser
^^Der Ticketverkäufer wünscht V. einen schönen Tag. Sie hofft, dass er sich nicht an sie erinnern wird, wenn man ihn fragen sollte.07.Juli 20:10:05 23 °° also, ich fang dann auch mal an.07.Juli 2011
^^Die Türen gehen auf und Menschen, deren Gesichter V. nicht anblickt, laufen eilig davon. Niemand folgt ihr. V. steigt rasch ein.08.Juli 2011 13:34:06 °° der bau ist eine graue woge, hat einen namen und zwei augen: es sind meine.08 Juli 2011
^^Ihre Hände umklammern die klebrige Stange und V. denkt erschrocken, meine Fingerabdrücke. Dann lächelt sie, welch ein Unsinn.09.Juli 2011 °° 2 kucklöcher in der 6. etage eines baus, den ein kopfüber errungener schriftzug betitelt: bonjour tristesse.09 Juli 2011
^^Die Häuserfronten flackern zwischen den Brandenburger Toren, die wie ein Gitter die Scheiben zerteilen. V. versucht hindurch zu starren.10.Juli 2011 °° „achtung, jetzt kommt das vogerl raus!“ bremslicht, bremslicht, bremslicht10 Juli 2011°° ich schau der u-bahn in die augen, sie lächelt nicht, legt sich in die kurve und fährt voll ab dorthin, wo’s lang geht.10 Juli 2011
^^Bewegt sich der Raum, der unter ihren Füßen rüttelt, oder rast die Welt dort draußen weiter; während V. erstarrt.und nur an D. denkt?!11.Juli 2011 °° backsteingetürmel, gesimsel und gezinnel: ritterburgenbrücke, über die eine hochbahn fährt, die u-bahn heisst. krass.11 Juli 2011

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