bau

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Fundamentalistische Wandarbeit von Angela Grasser
Die kchg (keine characters galerie) im Wendel ist normalerweise Ausstellungsort
für „grafik die von da wo sie einmal ist nicht wieder weggeht“, gemeint ist die
typografie-basierte Form von Graffiti.
Vom 22. 3. bis zum 30.6. wird hier eine großflächige Wandarbeit der Zeichnerin
Angela Grasser zu sehen sein.
Die Durchstreichung im Titel bau bricht das positive Wortversprechen:
Die zeichnerische Arbeit versteht sich gewissermaßen als Zeitmuster, sie entsteht
und besteht aus dem rhythmischen Aneinanderreihen und Aufeinandertürmen
ihrer linearen Bausteine, sie kann als monumentales Gesamtgefüge erscheinen
und gleichzeitig als der vorgezeichnete Zusammenbruch. Es gibt nicht-gezeichnete
Linien, die den konstruktiven Charakter unterlaufen und die Destruktion eines
vermeintlich stabilen Systems vorwegnehmen.
Im Wesentlichen markiert diese Wandarbeit die Negativform, die unbenannte
Fläche, von der sich die Dinge gewöhnlich abheben und hervortreten, auf der
möglicherweise Kunst präsentiert wird, und – das sei im Kontext des Wendel
hervorgehoben – ohne die es keine Grafik gäbe, „die von da wo sie einmal ist
nicht wieder weggeht“.

bau
23. März bis 30. Juni
Eröffnung am 22. März um 21 Uhr
mit einem Stück Mauermusik, gespielt von Angela Grasser am No-Input-Mixer.

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DIE WELT DER BILDER

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Im Todesmonat März freuen wir uns auf eine Raumintervention, die das Gerippe des Kulturpalasts offen legt. Radikal einfach und ein Dienst am Raum. Wir freuen uns auf:

Angela Grasser
*Die Welt der Bilder
Wandarbeit

Eröffnung: Freitag, 26.März 2010 um 20 Uhr
mit Andreas Stoiber und Robotermusik  (→ Videolink)
Finissage: Sonntag, 11.April 2010
Ausstellung vom 27.03.10 bis 11.04.10
geöffnet Sa/So von 16-20 Uhr und nach Vereinbarung

Die Welt der Bilder ist keine Ausstellung. Es gibt nix zu sehen was nicht vorher da war. Es ist keine Illusion zu erwarten, kein Zauber, keine Vortäuschung falscher Tatsachen. Es wird nichts behauptet und nichts ausgeschlossen.

Die Welt der Bilder zeigt den Platz zwischen den Bildern. Angela Grasser bezeichnet die Wände des Kulturpalasts mit einem Bausteinmuster dort, wo die Bilder nicht sind. Mit schwarzer 5 mm Linie legt sie die Grundstruktur des Mauerwerks offen. In direkter Umkehrung einer Schönheitsoperation zeigt sie den Rohbau des Kulturpalasts als Rückrat für alle denkbaren Täuschungen und Ausstellungssituationen.
Der allumfassend aufgeladene Titel steht im Kontrast zur einfachen, knochentrockenen Wandzeichnung und ist das Bindeglied zwischen Angela Grassers Raumintervention und der Versprechung  jeder Ausstellung.

Was Angela Grassers Wandarbeit aber sichtbar macht, ist der Zeit-Takt der Bausteinkonstruktion. Linie für Linie wird ein (negatives) Gebäude aufgebaut. Das zeichnerische Bauwerk entspricht in seiner Negativität allenfalls dem radikalen konzeptionellen Ansatz des Kulturpalasts zwischen schillerndem Namen, Internationalität und Bestandsaufnahme der vorgefundenen Realbanalität.

Weiterführend wird in ihrem Video “brick by brick” der Zeitaspekt der Zeichnung mit dem Verschwinden der Linien formuliert. Zur Einweihung des Rohkunstbaus laden wir hiermit ein. Zur Eröffnung gibt es ab 20.30h ein Roboterkonzert mit Andreas Stoiber und Angela Grasser: Krach der Roboter unter der Palastkuppel.

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http://kulturpalastwedding.wordpress.com/2010/03/26/die-welt-der-bilder/

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